Mehr Reichweite für die 701 Enduro

Gut, aber noch nicht gut genug

Die Husky hat mit knapp 13 Litern Tankvolumen und damit gut 250 Kilometern Reichweite (auf der Straße) von Haus aus keine wirklich schlechte Reichweite. Auf den ca. 5000 Kilometern, die wir bisher zusammen zurückgelegt haben, hat das auch stets bis zur nächsten Tankstelle gereicht.

Marokko macht Fahrer und Moped durstig

Im April steht allerdings eine vierwöchige Tour nach Marokko im Kalender.
Die aktuelle Streckenplanung sieht teilweise Tagesetappen von mehr als 300 Kilometern vor. Und zwar nicht nur auf der Straße und mit einem europäisch ausgebauten Tankstellennetz. Zeit also sich darüber Gedanken zu machen, wie möglichst sicher und komfortabel mehr Sprit transportiert werden kann.

Die Qual der Wahl

Der Adventure Markt bietet inzwischen zahlreiche Behälter um Sprit zur zusätzlichen Reichweitensteigerung aufzunehmen. Von flexiblen „Schläuchen„, ähnlichen einem CamelBag für Wasser, bis zu festen Kanistern, die man nahezu überall am Bike befestigen kann.

Diese Lösungen haben aus meiner Sicht allerdings gravierende Nachteile gegenüber einem fest verbauten Tank:

  • Ich muss eine Möglichkeit finden den Behälter sicher zu befestigen, ohne dabei den Zugriff auf die Gepäcktaschen zu erschweren. Gleichzeitig sollte die Befestigung sich schnell wieder lösen lassen, um bei Bedarf nicht erst mehrere Schrauben oder Spanngurte lösen zu müssen.
  • Eine Befestigung seitlich oder oberhalb der Taschen wirkt sich negativ auf die Gewichtsverteilung und damit das Handling aus.
  • Der Behälter darf nicht so exponiert angebracht werden, dass er bei einem Sturz direkt beschädigt werden kann.
  • Der Tank lässt sich mit einem Kanister deutlich schlechter befüllen als mit der Zapfpistole an der Tankstelle.

Der Rallyesport als Vorbild

Die beste Lösung wäre also ein Zusatztank, wie er fest verbaut im Rallyesport eingesetzt wird.
Glücklicherweise haben inzwischen viele Ausrüster die 701 als gute Plattform für den Adventure-/Rallye-Einsatz entdeckt. Und so vertreiben Anbieter wie zum Beispiel Omega Fibre, Nomad, Pemopa, Aurora, Cross Roads oder Radegarage Rallye-Verkleidungen und Zubehör wie Zusatztanks für die 701. Da es sich hierbei um Spezialteile für einen kleinen Kreis von Abnehmern handelt, wird das meiste in Handarbeit/Kleinstserie hergestellt und das spiegelt sich leider auch im Preis wieder! Manche Kits schlagen dabei so stark zu Buche, dass für den Preis aus Rallye Kit und neuer 701 fast eine KTM Rallye Replica zu haben ist.

 

Guter Kompromiss

Nach Sichtung der Angebote habe ich mich für den Zusatztank von Radegarage entschieden.

Neben dem guten Kompromiss aus Preis und Leistung hat mir auch die technische Umsetzung am Bike am besten gefallen. Der Tank verschwindet kaum sichtbar unter der Sitzbank und ersetzt die ab Werk großzügig dimensionierte Airbox. Dadurch bleibt das schlanke Erscheinungsbild der 701 erhalten. Weiterhin sitzt der Tank unter der Sitzbank zentral im Motorrad, wodurch das Handling nicht negativ beeinflußt wird. Mit knapp 6 zusätzlichen Litern erhöht sich die Reichweite auf gute 350 Kilometer, bevor die Reservelampe aufleuchtet.

 

Einbau

Die mitgelieferte Einbauanleitung ist gut und mit vielen Bildern beschrieben.
Ich will daher nicht alle Schritte wiederholen, sondern mit ein paar Bildern, die ich während des Umbaus gemacht habe, einen kurzen Eindruck geben.

Hier ist die große OEM Airbox zu sehen. Sie verschwindet und macht Platz für den Tank.

701 mit OEM Airbox

Links der Zusatztank, rechts die neue Airbox mit dem mitgelieferten Sportluftfilter von TwinAir.

Extra Tank mit neuer Airbox

Der Zusatztank wird mit dem Ansaugpunkt des bestehenden Tanks verbunden.

Anschluß des Zusatztanks an den OEM Tank

Ausser dem zusätzlichen Tankdeckel ist vom Zusatztank nichts zu sehen.

Zusätzlicher Tankverschluss

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