Am Morgen werden noch schnell kleinere Schäden vom Vortag behoben.
Die Gepäckbrücke, auf der das Werkzeug und die Ersatzschläuche befestigt sind, ist abgerissen. Und das nicht durch einen Sturz, sondern aufgrund der permanenten Erschütterungen beim fahren über den steinigen Untergrund.

Ich breche den Rest ab und befestige die Tasche heute auf dem noch verbliebenen Teil der Brücke.
Aber erst müssen die Bruchstellen entgratet werden, damit die Tasche keinen Schaden nimmt. Zum Glück ist mein Nachbar gut ausgerüstet und hat Metallfeilen, die er mir leihen kann. Die hatte ich zwar zu Hause auch in der Hand, hätte aber nicht damit gerechnet sie zu brauchen und habe sie daher nicht mitgenommen.




Für heute stehen 350 Kilometer auf dem Programm.
Heute allerdings nicht so gut zu fahren wie gestern und mit deutlich mehr Wegpunkten als gestern, wodurch das Roadbook so lang ist, dass es sich nicht mehr schön als ein Stück aufrollen lässt.
Ich habe das Roadbook also an einer Stelle geteilt, an der wir durch ein Dorf kommen und gut auf das zweite Stück wechseln können.


Schon auf den ersten Metern merke ich, dass es bereits der dritte Tag ist.
Ich tue mich ein wenig schwer und lege die Husky schon während der ersten 20 Kilometer zweimal auf die Seite und gehe es danach ruhiger an.
Zum Glück geht es meinen Mitfahrern genauso und so beenden wir die Etappe nach ca. 200 Kilometern Roadbook Strecke und einem Heimweg von knapp 120 Kilometern auf der Strasse. Dafür sind wir heute schon vor 18h wieder im Basecamp.


Oh man… hoffentlich kommst du nicht genauso lädiert nach Hause wie dein Equipment 😐
Ich gebe mir alle Mühe das zu verhindern 😉
Guten Morgen, sehr sehr interessant. Das non plus ultra scheinen ja wohl Kabelbinder zu sein. Ich hoffe das du und das Moped wieder halbwegs unbeschadet in Havixbeck ein trefft. Eine schöne Zeit noch. LG Petra
Moin Petra,
ja, eine Rally ohne Kabelbinder ist offenbar undenkbar.
Das ultimative „Werkzeug“!
Liebe Grüße
Thomas
Das hintere Stück der Gepäckbrücke war sonst nirgends mehr befestigt? Dann war der Ermüdungsbruch da absehbar. Aber haste ja gut gelöst.
Kabelbinder sind das wichtigste Utensil zwischendurch :-). Sollte man immer griffbereit an der Gabel befestigt haben…
Ja, am Ende hat die Tasche die Gepäckbrücke gehalten, nicht andersrum.
Dass das nicht schon in Marokko, sondern hier passiert ist, zeigt wie wild es hier teilweise zuging…
Ja, genau da hole ich die Kabelbinder unterwegs auch immer her. Hab vom Besten gelernt 😉
Jetzt muss ich schauen, wer noch eine stabilere Gepäckbrücke herstellt und wie ich das Werkzeug und die Ersatzteile beim nächsten Mal reduzieren kann. Evtl. doch mit Mousse fahren? Ich hatte das Gefühl, dass ich mit Schlauch im Reifen in der Minderheit war.
Ja – mit Schlauch sind wir in der Minderheit.
Aber in der Minderheit, die bei der El-Chott Rallye nach 200km Transferetappe über Autobahn den Prolog rechtzeitig starten konnte – und nicht bei laufender Zeit Reifen tauschen mußte.
Für entspannte Honnyfahrer wie mich tun es meiner Meinung nach auch verstärkte Schläuche…
Das Heck der 701 im Bezug auf Stabilität mit Gepäck war mir schon immer etwas suspekt. Das aber die Brücke selbst das schwächste Teil darstelle könnte -> kam mir nicht in den Sinn. Zusätzliche Verstrebungen machen u.U. dann also doch Sinn? Wobei – lieber eine kaputte Gepäckbrücke als ein kaputtes (Kunststoff)Heck…
Ja, eine kaputte Gepäckbrücke ist mir auch deutlich lieber, als ein kaputtes Heck!
Das selbsttragende Kunststoffheck hat sich inzwischen aber sogar an den KTM Rally Maschinen durchgesetzt, wenn ich mich nicht irre.
Daher bin ich guter Dinge, dass wenn das bei deren Belastung hält, es bei mir auch halten wird.
Mal schauen, wie ich das mit der Gepäckbrücke für die Zukunft löse.
Ich werde berichten…